Lebanon

Lebanon ist wieder so ein „In The Box“-Film, wie schon Buried, oder auch 172 Hours an (überwiegend) nur einem Ort. Hierbei gehts um den Libanonkrieg im Jahr 1982 und wir begleiten eine Panzercrew auf engstem Raum.

Respekt natürlich wieder von mir, weil der Regisseur diese Erfahrungen selbst erlebt hat.

Obwohl mit Preisen und Auszeichnungen überhäuft, kann mich der Film nicht überzeugen.

Die beengende Atmosphäre (der ganze Film spielt sich nur im innern des Panzers ab) kommt sehr gut rüber. Der Rest ist übertriebene Scharfzeichnerei.

Die Soldaten, allesamt mit Ihrer Panzerfahrt überfordert, der befehlshabende Kommandant, der durch das Zielfernrohr meist beobachtet wird und böse zurückbeobachtet nervt mit seiner abwechselnden Anwesenheit im Panzer.

Zu allem Überfluß wird auch noch ein Rebell in die Szenerie eingeführt, der den unbedarft kinderhaft wirkenden Soldaten noch zusätzlich Angst einflößt und natürlich auch immer zu Gast im Panzer ist.

So plätschert Lebanon vor sich hin und findet dann zügig sein Ende, bevor man selber abschalten will.

Auch wenn sich das im Panzer beklemmende Gefühl einstellt, schaffen es die Darsteller nicht, das man sich mit ihnen identifiziert oder verbunden fühlt. Es ist einem egal, was als nächstes kommt. Es sollte nur bitte etwas passieren.

Eine übertrieben ruckelige Fahrt durchs Sonnenblumenfeld oder das Abfeuern des Geschützs mit anschließender Rauchentwicklung, tropfendem Öl und verdreckter Kamera, wer auf sowas steht, gerne. Meins ist es nicht.

Bewertung:
Matthias 4/10

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