The Walking Dead – Wie ist die Serie? Bewertung mit Spoiler

The Walking Dead hat mein Interesse geweckt als der erste Trailer auf der Comic-Con gezeigt wurde und unmittelbar dannach im Internet landete. Grund genug um sich dieser Serie zu ergeben und noch dazu mit nur 6 Folgen ist das ja ein leichtes Häppchen zum Frühstück. Quasi Fast Food für die Filmdoinks. Sowas wie der Quickie unter Serien. Ok, lassen wir das jetzt.

Die Story ist schnell erklärt. Wer 28 Days Later kennt, weiß wovon die Serie handelt. Für alle anderen: Es geht darum, dass der Polizist Rick nach einer Schiesserei im Koma liegt und als er wieder aufwacht ist die Welt eine andere. Willkommen in der Zombieapokalypse.

Sein primäres Ziel ist die Wiedervereinigung mit seiner Frau und seinem Sohn.

Das sind die Hardfacts und wiedereinmal ist AMC (Fernsehkanal in Amerika) ein Kunststück mit dieser Serie gelungen. Die Idee aus solch einer Zombieinvasion eine Serie zu machen ist nicht dumm. Man kann aus Dramaturgischer- und Drehbuchsicht einiges aus solch einer Geschichtsvorlage rausholen. Allerdings blieben die Macher mit Ihrem 240 minütigen Serienbeitrag in Staffel 1 weit hinter meinen Erwartungen zurück.

Es kommt mir so vor, als wolle man erstmal die Einschaltquoten und das Publikum auschecken, ob es sich lohnt weitere Folgen zu drehen. Was in Zukunft natürlich passiert und von daher kann ich mir gut eine Steigerung in Staffel 2 vorstellen. Ich hoffe es allerdings auch.

Weil allzu zerfahren kommt mir Staffel 1 schon vor. Beispiel gefällig? So trifft Rick, der Polizist, in der ersten Folge gleich auf einen Vater und dessen Sohn und wird von ihnen aufgenommen. Später bekommt man nichts mehr mit von denen.

Dann: Der Bruder von Daryl wurde ans Hausdach angekettet weil er so ein Arschloch ist. Später wollen sie ihn retten, er ist aber nicht mehr auffindbar und nach einer mordsmäßigen rumheulerei wo er nun stecken könnte passiert nichts und die Karawane zieht weiter. Er interessiert niemanden mehr.

Oder die Frau von Rick (gespielt von Sarah Wayne Callies, Prison Break) ist in dem Glauben, dass ihr Mann nicht mehr lebt und befindet sich mit Ricks bestem Freund und Kollegen Shane in einer Beziehung. Dann taucht Rick doch auf und alles ist wieder beim alten, kein Konflikt, keine Spannungen, nichts.

Das sind nur 3 Beispiele, aber in leichterer Form zieht sich das irgendwie durch die ganze Staffel.

Ich spreche bei The Walking Dead von Minischockers. D.h. schön für mich und Sabine zu gucken, weil zwar sehr viel Blut, Gedärme und Köpfe fliegen, es aber keine wirklichen Schock- oder Psychomomente gibt, wo man sich unter der Decke oder auf dem Klo verstecken müsste. Schön anzusehen. Ich mag das.

Die Frau von Rick wird mir allerdings zu schnell gefunden und die Familie ist zu schnell wieder vereint, so gab es von dieser Seite nie eine wirkliche Herausforderung. Desweiteren gibt es nicht viele Spannungsbögen. Die Serie lebt im Prinzip (was ja nicht schlecht ist) vom Endzeitszenario, das wars aber auch schon.

Staffel 1 endet damit, dass das Forschungslabor, in dem sie kurzfristig Unterschlupf fanden in die Luft fliegt und der Autokorso mit letzten Überlebenden weiterzieht. Also alles offen für eine super Staffel 2. Ich bin mir sicher.

Alles in allem liest sich mein Bericht sehr negativ. So ists mir aufgefallen. Da ich mittlerweile wirklich viele Serien kenne kann ich mir das wohl auch erlauben, genauso wie es wohl der Obergag überhaupt ist, wenn Rick immer im kompletten Sheriffoutfit mit Hut auf Zombiejagd geht. Herrlich.

Bewertung:
Matthias 6,5/10
Sabine 7/10

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