Darfur

Ich habe viel über den Regisseur Uwe Boll gehört und gelesen, dass er zu den schlechtesten Regisseuren seiner Gattung zählt, dass er nur provozieren kann und mit seinen Film/Spiele-Adaptionen doch besser zu Hause bleiben soll. Ich persönlich konnte das mit einem Film von ihm namens „Farcry“ (mit Til Schwaiger) sehr wohl bestätigen. Das war wirklich ein sehr schlechter Film.

Da bin ich mal nicht so und will mich dem üblichen Boll-Bashing enthalten und gebe ihm mit einem weiteren Film noch eine 2. Chance:

Die Rede ist von „Darfur“. Immerhin spielt auch eine gewisse Kristanna Loken mit. Ihr wißt schon, das ist die Terminatorfrau aus Terminator III. Es geht um amerikanische Journalisten, die über die schrecklichen Umstände in Darfur berichten sollen und dann mitten in die Frontlinie des brandschatzenden und vergewaltigenden Mobs geraten.

Viele Wörter will ich darüber nicht verlieren, nur dass mich seine Art des Filmemachens überhaupt nicht anspricht. Nein vielmehr würde ich sagen, er (Boll) regt mich sogar leicht auf.

Ich denke mal es ist Absicht, die Kamera immer hin und her wackeln zu lassen um ein Gefühl für „Reportage“ oder „mittendrin“ zu erzeugen, bei mir regte es höchstens Brechreiz an, weil ich das über die komplette Filmlänge (1 Stunde und 38 Minuten) nicht ohne Schwindelgefühl und Kopfweh ausgestanden habe. Ok. Ich fahre auch nicht Achterbahn, vielleicht bin ich nur etwas empfindlich.

Die eigentliche Story gibt nicht viel her, auch weil das Thema zu ernst ist um darüber jetzt blöde Kommentare zu reissen.

Im Grunde gehts so:

Reporter fahren ins Dorf
Reporter fahren aus dem Dorf raus
Reporter bekommen einen Tipp, dass das Dorf geschändet werden soll
Reporter fahren wieder zurück ins Dorf
Reporter stellen sich bösem Rebellenchef entgegen
Rebellenchef hat keinen Bock auf Reporter
Reporter holen Waffen und bekämpfen die Rebellen

Mehr ist das nicht, kein Einfall, keine Schiesserei, die nicht in irgendwelchen viertklassigen Kriegsfilmen aus den frühen 60er Jahren ebenso vorgekommen ist. Dabei will ich noch nicht mal die Szenen schlecht machen, wo rein gar nichts passiert sondern nur Land und Leute mit eintöniger Musik gezeigt werden. Das war filmisch noch verkraftbar und hat a) die eh kurze Filmdauer künstlich in die Länge gezogen und b) konnte ich mich von meinem Kopfweh erholen, weil die Kameraführung (endlich) ruhiger/ansehnlicher war.

Dialoge? Paaaah, vergiss es. „Wir haben ein schlechtes Gewissen und können die armen Dorfbewohner doch nicht den dreckigen Banditen überlassen.“ „Aber wir sind doch nur Reporter!“ Aha. Alles klar.

Im Großen und Ganzen kann man den Film in die Tonne treten und ja es steht fest, das war mein letzter Uwe Boll Film. Clownklamauk auf höchstem Niveau und sowas noch im Jahre 2009.

Bewertung:

Matthias 2/10

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s